E. SCHREIBER-WICKE: „DIE REISE NACH GROSSFRITTANNIEN"

Echte Fußballer essen engeblich lieber gesunde grüne Gemüsesuppe, behauptet Ferdinands Mutter. Dabei weiß er doch genau, dass die viel lieber Fritten mit Ketchup schnabulieren. Da verzichtet er sogar auf den Nachtisch und geht hungrig ins Bett, wenn er die nicht bekommt.

Doch als er nun so mit knurrendem Magen liegt, rumpelt plötzlich etwas Tolles aus seinem Keliderschrank: ein lustiger Zug und der lädt ihn und sein Schlafschaf Mathilde ein auf „Die Reise nach Großfrittannien". Und so heißt auch das neue Kinderbuch von Edith Schreiber-Wicke mit ebenso fröhlichen wie anschaulichen farbigen Illustrationen von Carola Holland.

Quer durchs Schlaraffenland führt die Reise und dann in Großfrittannien die herrliche Überraschung: dort steht eine Pommes-Frites-Maschine, die endlos Pommes Frites produziert. Da lässt sich Ferdinand nicht zweimal bitten, zumal gleich nebenan ein Limonadenbrunnen für reichlich Rülpswässerchen sorgt. Und dann melden sich drei sehr rundliche Gesellen und nehmen ihn in ihrer Mitte auf. Vom Fußballspielen halten sie allerdings wenig, weil dicke Bäuche das nicht so mögen.

Das merkt auch Ferdinand schon bald, denn all die Pommes und die süße Limo haben ihn so rund und breit werden lassen, dass das mit dem Kicken gar nicht mehr recht klappen will. Was für ein Glück, als er plötzlich aufwacht und merkt, dass alles nur ein gar nicht angenehmer Traum war. Und damit so etwas auch niemals Wirklichkeit wird, stellt er ganz schnell seine Essgewohnheiten um, einschließlich grüner Gemüsesuppe.

Fazit: ein lehrreiches und zugleich unterhaltsames Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahre, das aber auch Eltern und Pädagogen eine gute Hilfe bietet, um ihre Sprösslinge von ähnlich ungünstigen Vorlieben abzubringen.

 

# Edith Schreiber-Wicke/Carola Holland: Die Reise nach Großfrittannien; 32 Seiten, farbig ill., Großformat; Thienemann Verlag, Stuttgart; € 12,90

WOLFGANG A. NIEMANN (wan/JULIUS)

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