T. SCHMID: "MAXIMILIAN UND DIE VERRÜCKTESTE LEIHOMA.."

Als Chlotilde sich noch als Kinderfrau um Maximilian kümmerte, hatte alles in der Villa der Maschinskis seine Ordnung, wenngleich das Leben für den Jungen arg dröge war. Als Ersatz kommt nun jedoch die wirbelige Mimi, ausgewiesen mit gleich zwölf Oma-Zertifikaten. Die fröhliche Leihoma mischt nicht nur den verhätschelten und vom realen Leben ferngehaltenen Maximilian auf, sondern fährt auch dem hochnäsigen Hauslehrer Magister Möbius mächtig in die Parade.

Es beginnt trotz allen Wirbels, den Mimi in der perfekt gesicherten Villa verursacht, eher lustig mit dem chaotischen und wenig damenhaften Benehmen der Leihoma. Bald jedoch gewinnt der wohlerzogene Maximilian den Eindruck, dass er eher auf Mimi aufpassen muss als umgekehrt. "Maximilian und die verückteste Leihoma der Welt" heißt das ebenso witzige wie spannende Buch von Thomas Schmid und die Verrücktigkeiten sind mit unanständigen Straßenmalereien, dem Klauen von Schinkenbrötchen aus Maschinskis Werkskantine und ähnlichen Streichen noch längst nicht auf dem Höhepunkt.

Wie aber konnte sich solch eine schräge Dame in die Familie schleichen, gerade jetzt, wo Vater und Mutter wegen neuer Erfindungen ihrer Firma für Sicherheitstechnik im Ausland weilen? Sollte sich hinter Mimis pfiffiger Fröhlichkeit vielleicht etwas ganz Anderes verbergen und täuscht der Eindruck, dass Magister Möbius noch seltsamer ist, als er scheint? Tatsächlich entwickelt sich der überkandidelte Roman bald zu einem richtigen Krimi-Spaß Näheres soll hier aber nicht vorweggenommen werden.

 

# Thomas Schmid: Die verrückteste Leihoma der Welt; 160 Seiten, ill.; Verlag Oetinger, Hamburg; € 9,90

WOLFGANG A. NIEMANN (wan/JULIUS)

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